Kids und Teens auf großer Fahrt

Voller Vorfreude starteten wir an einem Sonntagmorgen Mitte September in Richtung Plöner Seenplatte. Wie der Tag es schon im Namen trägt, so enttäuschte uns das Wetter nicht. Bei bestem Sonnenschein und nur wenig Wind überquerten wir zu neunt auf drei Kanus verteilt die ersten Seen. Dabei nutzten wir unseren trainierten Gleichgewichtssinn, um waghalsige Wechselmanöver innerhalb und zwischen den Booten durchzuführen. Dank Schwimmwesten und Teamwork in dem Sinne der Stabilisierung der wechselnden Crew durch die anderen Kanus sahen wir inklusive der beiden begleitenden Trainerinnen dies mit einer wachsenden Entspannung. Wir spekulierten schon, wer wohl als nächstes mit wem tauschen sollte, damit sich drei leistungsähnliche Besatzungen fanden.

       

Vorbei ging es an einer wunderschönen Landschaft aus kleinen Wäldern und vereinzelten Häusern; in der Ferne verklang der letzte Straßenlärm. Neben diversen Vogelarten begeisterte uns vor allem das klare Wasser der Seen und der Schwentine, durch das wir viele große und kleine Fische beobachten konnten.

Hin und wieder schwelgten einzelne Paddler in Erinnerungen vorangegangener Abenteuerfahrten – ich sage nur Schweden! Uns erinnerte dabei nicht nur die leicht hügeligen, bewaldeten und von Wiesen abgewechselten Ufer an dieses ferne Land im hohen Norden, auch die wiederholten Picknick-Pausen auf dem Wasser gefielen uns wieder außerordentlich gut. Hierbei kreisten die mitgebrachten Proviantdosen kreuz und quer zwischen den Booten.

Frisch gestärkt testeten wir eine neue Taktik der Fortbewegung aus: den Katamaran. So zumindest bezeichneten wir unser Kanu-Trimer, mit dem wir noch viel enger als Gruppe zusammenwuchsen. Wir wurden eins, jeder hatte eine Aufgabe in diesem großen Konstrukt zu bewältigen, damit wir vorankamen: Antrieb, Zusammenhalt, Steuerung.

Nachdem wir zwischenzeitlich doch noch mit seitlichem Rückenwind kämpfen mussten und uns ob der richtigen Ausfahrt aus einem See unsicher waren, kamen wir abends in Preetz an. Schön war’s! Genauer genommen war es so schön, dass es auf der Heimfahrt die Einen kaum in ihren Sitzen hielt und die Anderen das eine oder andere Äuglein schlossen.

Wir freuen uns schon auf das nächste Mal, wenn es heißt: Wir stechen in See!