Aikido – eine japanische Kampfkunst entdecken

2020 feiert die Aikido-Abteilung der Kaltenkirchener Turnerschaft ihr 15-jähriges Bestehen. Weil uns Aikido seit diesen vielen Jahren so viel Spaß macht, möchten wir auch andere dafür begeistern. Was ist das Besondere für uns:

Aikido ist eine Kampfkunst, die seit etwa 1930 entwickelt wurde. Im Mittelpunkt stehen die geistige Haltung und Kampfkunsttechniken, um selbst nicht verletzt zu werden und ebenso den Angreifer unverletzt zu lassen. Daher kennt Aikido auch keine Wettkämpfe mit Siegern und Besiegten. Trainingsziel ist die stetige eigene Persönlichkeitsentwicklung in geistiger und körperlicher Hinsicht.

Die Silben Aikido setzen sich zusammen aus Ai – in Harmonie mit sich selbst und den Menschen leben. Ki – die innere (und äußere) Kraft einsetzen, um mit minimalem Aufwand ein maximales Ergebnis zu erzielen. Und Do – dies ist Dein eigener Weg, auf dem Du selbst nicht in ausgetretenen Pfaden gehst und Dich niemand überholt. Die eigene Entwicklung ist das Ziel.

Was kann man bei uns lernen und erfahren?
Vor dem eigentlichen Aikido werden die Muskeln und Gelenke erwärmt und gedehnt. Der Körper wird rundherum beweglich gemacht und auf die nachfolgenden Hebel und Bewegungsabläufe eingestimmt. Die an die Bewegungen angepasste Atmung ist ganz wichtig, um im guten Rhythmus zwischen Anspannung und Entspannung abzuwechseln.

Unser Training spricht den ganzen Körper an. Es besteht aus Kraft- und Ausdauertraining, dehnt und entspannt Muskeln und Sehnen. Wir verbessern im Training unsere Beweglichkeit, Koordinationsfähigkeit, Reaktionsfähigkeit, Konzentrationsfähigkeit und Elastizität. Kopf und Körper lernen neue Muster, um mit präzisen kleinen Bewegungen den Partner aus dem Gleichgewicht zu bringen. Die zahlreichen Techniken und Hebel werden auf verschiedene Angriffsmöglichkeiten ausgerichtet und geübt. Wir trainieren partnerschaftlich zusammen, das heißt, Angreifer und Verteidiger wechseln stetig ihre Rollen. So kann der Verteidiger die verschiedenen Abwehrtechniken gut üben und der Angreifer bleibt ohne jegliche Verletzung. Mit wenig Krafteinsatz wird der Partner zum Rollen oder zur Aufgabe seines Angriffs bewegt. Ziel sind runde Bewegungen, die die Kraft des Partners aufnehmen. Gleichzeit werden Beeinträchtigungen von Gelenken, Muskeln und Knochen vermieden. Damit dies funktioniert, investieren wir viel Zeit und Mühe in ein weiches, körperschonendes Fallen und Rollen. Das Gleichgewicht ist sofort zurück und Gelenke und Körper werden geschont. Die Gesamtheit der Bewegungen lassen ab und an den Kopf „rauchen“, bis alles wie gewünscht mit eigenen Armen und Beinen ablaufen kann.

Wen trifft man bei uns?
Wir, die Aikido-Abteilung, sind rund 30 Frauen, Männer und Kinder, die sich in der Marschweghalle barfuß auf der Matte treffen. Die Kinder und Jugendlichen sind freitags im Kindertraining aktiv von 17:45 bis 19:30 Uhr. Die Erwachsenen trainieren montags, mittwochs und freitags von 19:30 bis 21:00 Uhr. Alle können gemeinsam trainieren – egal, ob groß, klein, schwer, leicht, alt oder jung.

Wer jetzt Lust bekommen hat, Aikido zu entdecken, kommt einfach zum Training vorbei. Zum Jubiläum bleiben die ersten zwei Monate beitragsfrei. Weitere Informationen bei der Geschäftststelle der Kaltenkircherner Turnerschaft unter 04191-3170, bei Elke Kölln-Möckelmann unter 04192-9269 oder über den Kontakt in der Menüleiste unserer Internetseite.

Rolf Steenbock verteidigt sich gegen Bettina Menzel mit einem Tenchi-nage.

Neuer 3. Kyu

Nach langer Vorbereitungszeit hat unser jüngstes Mitglied der Erwachsenengruppe seine Prüfung zum verdienten 3. Kyu abgelegt.

Herzlichen Glückwunsch, Fynn!

Aikido, Bowling und THW – AVSH-Jugendlehrgang in Kaltenkirchen

Am Wochenende des 26. und 27. Oktober 2019 hat die Aikido-Abteilung der Kaltenkirchener Turnerschaft einen AVSH-Jugendlehrgang ausgerichtet. Als Trainer konnte Christoph Wohlert, 3. Dan, gewonnen werden.

Der erste Trainingstag startete mit großem Hallo, da unter den 34 Teilnehmern aus drei Bundesländern viele altbekannte Gesichter entdeckt wurden. Nach der obligatorischen Begrüßung durch die Jugendleiterin des AVSH und die Lehrgangsleiterinnen ermöglichte Chris mit einer sehr dynamischen Ticker-Variante nicht nur ein erstes Kennenlernen bis dahin Unbekannter, sondern brachte alle schnell auf Touren.

In seinen Aikido-Einheiten vermochte es Chris jenseits der Graduierungen alle Teilnehmer zu fordern. Dabei zeigte sich, dass eine kleine Positionsänderung oder/und ein Absenken des Zentrums so viel zu bewirken vermögen: Schwups war Ukes Gleichgewicht gebrochen und es ließ sich eine Technik schon viel kraftloser als zuvor ausführen. Nicht unerwähnt bleiben soll hier eine Eselsbrücke für den Kote-mawashi tenkan: meine Nase, deine Nase, dein Bauch, mein Bauch – und schon kniete Uke vor Nage.

Im Anschluss an das erste Training wurde gemeinsam zu Mittag gegessen. Es gab eine große Auswahl an Zutaten, sodass sich jeder sein eigenes Sandwich nach seinem Geschmack zusammenstellen konnte. Abgerundet wurde der Mittagsschmaus mit Kuchen und Obst. Mit vollen Bäuchen wurde der Abwasch erledigt, bevor sich die Gruppe bei bestem Wetter in Richtung Bahnhof aufmachte. Das Ziel dieser Exkursion war die Bowlingbahn im Nachbarort. Dort konnte einerseits das bereits vorhandene Können unter Beweis gestellt werden – 147 war die höchste Pinzahl – und andererseits durch Tipps eines Bowlingtrainers erste Schritte in diesem Sport getätigt werden.

Zum Abendbrot wurde eine Auswahl allesamt äußerst schmackhafter Party-Pizzen bestellt. Schließlich endete der offizielle Teil des Tages mit einer weiteren Aikido-Einheit. Chris führte die Lehrgangsteilnehmer behutsam an den Umgang mit dem Jo heran. Mit dem Fortschreiten der Zeit ließ zu später Stunde langsam die Konzentration nach, sodass das Training beinahe nahtlos in den gemütlichen Teil des Abends bei geselligem Beisammensein überging. Jeder suchte sich einen Schlafplatz in der großen Halle und wie immer gab es ein Wettrennen um die dicken, blauen Matten. Bis weit in die Nacht hinein erklangen leise Unterhaltungen, sodass es nicht verwundert, dass die eine oder andere Heißhungerattacke die übriggebliebene Pizza-Menge deutlich schmälerte. Für das Frühstück war anscheinend trotzdem wieder Platz in den Mägen: Egal, ob Brot oder Brötchen, süß oder herzhaft, Tee oder Kakao – für jeden war etwas dabei.

Kurz darauf herrschte erneut Aufbruchstimmung. Der Ortsverband der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) in Kaltenkirchen wurde besucht. In vier Gruppen konnten die Mädels und Jungs abwechselnd eine Einführung in einige Tätigkeitsfelder des THW hautnah erleben und sich an den Stationen selbst ausprobieren. Es wurde Wasser von A nach B gepumpt, was beispielsweise bei Überflutungen ein Einsatzgebiet des THW darstellt. An einer anderen Station konnte dahingegen hilfreiches Knoten erlernt werden, um einen potenziellen Verletzten sicher transportieren zu können. Als dritte Aufgabe hatten sich die Ehrenamtlichen des THW die Verwendung von Luftkissen ausgedacht. Hierbei galt es, ein Brett mittels zwei Luftkissen anzuheben ohne, dass darauf befindliche Wassergläser überschwappten. Nach einem Kurzvortrag mit filmischer Unterstützung konnten offen gebliebene Fragen gestellt werden. Das anschließende gemeinsame Mittagessen in den Räumlichkeiten des THW bei Kartoffelsalat und Würstchen bot ebenfalls die Möglichkeit für Fragen.

Zurück in der Marschweghalle stand auch schon die finale Aikido-Einheit auf dem Plan. Es wurde noch einmal viel gerollt, gesabbelt und gelacht. Die Fortsetzung davon folgte nach dem gemeinsamen Mattenabbau beim Kuchenessen.

Bis zum nächsten Mal, wenn wieder eine Mattenfläche unsicher gemacht wird.

Neue Gelbgurt-Trägerin in der Kindergruppe

Herzlichen Glückwunsch an Maja

Maja hat im Rahmen eines Freitagstrainings für sie selbst überraschend die Prüfung zum 5. Kyu abgelegt. Als Uke hat sich Anna (nicht auf dem Foto zu sehen) zur Verfügung gestellt – vielen Dank.

Weiter so!

Aikido On Ice

Wie es nun schon seit einigen Jahren die Tradition ist, wurden auch im Jahr 2018 wieder die Schlittschuhe geschnürt. Kurz vor Weihnachten machte die Kinder- und Jugendgruppe einen Ausflug nach Hamburg. Bei eisigen Bedingungen wagten sich Erfahrene und Anfänger im Kufensport auf den glatten Untergrund. Nach guten Erfahrungen im vergangenen Jahr stand auch dieses Mal ein Schlittschuh-Neuling mit auf dem Eis. Jegliche Stürze wurden von allen Beteiligten gekonnt in eine Fallschul-Übung umgewandelt, sodass keinerlei Blessuren entstanden.

Danke für das tolle Jahr mit euch!

Wir wünschen allen eine besinnliche Zeit in den nächsten Tagen und einen gelungenen Start ins nächste Jahr!

Geschafft!

Am Freitag gab es eine Prüfung auf den 5. Kyu in der Kindergruppe. Dabei zeigte Emil, was er beim Aikidotraining in der Kinder- und Jugendgruppe bisher alles gelernt hat – und das mit Erfolg, denn ab jetzt darf er einen gelben Gürtel tragen.

Herzlichen Glückwunsch, Emil!

Kids und Teens auf großer Fahrt

Voller Vorfreude starteten wir an einem Sonntagmorgen Mitte September in Richtung Plöner Seenplatte. Wie der Tag es schon im Namen trägt, so enttäuschte uns das Wetter nicht. Bei bestem Sonnenschein und nur wenig Wind überquerten wir zu neunt auf drei Kanus verteilt die ersten Seen. Dabei nutzten wir unseren trainierten Gleichgewichtssinn, um waghalsige Wechselmanöver innerhalb und zwischen den Booten durchzuführen. Dank Schwimmwesten und Teamwork in dem Sinne der Stabilisierung der wechselnden Crew durch die anderen Kanus sahen wir inklusive der beiden begleitenden Trainerinnen dies mit einer wachsenden Entspannung. Wir spekulierten schon, wer wohl als nächstes mit wem tauschen sollte, damit sich drei leistungsähnliche Besatzungen fanden.

       

Vorbei ging es an einer wunderschönen Landschaft aus kleinen Wäldern und vereinzelten Häusern; in der Ferne verklang der letzte Straßenlärm. Neben diversen Vogelarten begeisterte uns vor allem das klare Wasser der Seen und der Schwentine, durch das wir viele große und kleine Fische beobachten konnten.

Hin und wieder schwelgten einzelne Paddler in Erinnerungen vorangegangener Abenteuerfahrten – ich sage nur Schweden! Uns erinnerte dabei nicht nur die leicht hügeligen, bewaldeten und von Wiesen abgewechselten Ufer an dieses ferne Land im hohen Norden, auch die wiederholten Picknick-Pausen auf dem Wasser gefielen uns wieder außerordentlich gut. Hierbei kreisten die mitgebrachten Proviantdosen kreuz und quer zwischen den Booten.

Frisch gestärkt testeten wir eine neue Taktik der Fortbewegung aus: den Katamaran. So zumindest bezeichneten wir unser Kanu-Trimer, mit dem wir noch viel enger als Gruppe zusammenwuchsen. Wir wurden eins, jeder hatte eine Aufgabe in diesem großen Konstrukt zu bewältigen, damit wir vorankamen: Antrieb, Zusammenhalt, Steuerung.

Nachdem wir zwischenzeitlich doch noch mit seitlichem Rückenwind kämpfen mussten und uns ob der richtigen Ausfahrt aus einem See unsicher waren, kamen wir abends in Preetz an. Schön war’s! Genauer genommen war es so schön, dass es auf der Heimfahrt die Einen kaum in ihren Sitzen hielt und die Anderen das eine oder andere Äuglein schlossen.

Wir freuen uns schon auf das nächste Mal, wenn es heißt: Wir stechen in See!